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Dyskalkulie-Therapie

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Dyskalkulie ist eine ausgeprägte Rechenschwäche bei durchschnittlicher oder überdurchschnittlicher Intelligenz, die vielfältige Ursachen und Faktoren haben kann: genetische Zusammenhänge, Wahrnehmungsstörungen, veränderte Sprach- und Schriftsprachverarbeitung.

Förderung der Rechenstrategien

Auf der Grundlage von förderdiagnostischen Ergebnissen wird ein individueller Förderplan erstellt. Darauf aufbauend werden dem Schüler oder der Schülerin mit konkreten Hilfsmitteln (z.B. Zahlenstrahl, Dienes Blöcke, Hundertertafel) dort Strategien vermittelt, wo noch Lücken vorhanden sind.

Förderung basaler Wahrnehmungsbereiche

Diese Förderung beinhaltet je nach individuellem Bedarf Spiele und Übungen aus den Bereichen der Psychomotorik (z.B. Gleichgewicht, Koordination, Raum-Lage Training, Taktil-Kinästhetik, Graphomotorik) und der auditiven und visuellen Wahrnehmungs- und Konzentrationsfähigkeit.

Motivationsförderung

Die Motivation wird anhand von Bewegungs- und Wahrnehmungsspielen aus der Psychomotorik, dem Erstellen eigener Spiele und durch verschiedene Rechenspiele (Domino, Memorie, Puzzle, Brett-, Würfel- und Kartenspiele) gefördert.

Konzentrations- und Strategietraining

Die Förderung der Konzentration findet nach den beiden bekannten Programmen von Lauth/Schlottke und Krowatschek statt. Inhalte sind der Erwerb eines inneren strukturierten Vorgehens und ein Basistraining zur Verbesserung der visuellen und auditiven Wahrnehmung.

Förderung von Ich- und Sozialkompetenz

Die Förderung beinhaltet Stress- und Angstabbau z.B. durch Autogenes Training, Phantasiereisen sowie kognitive und verhaltenstherapeutische Elemente. Selbstvertrauen und Selbstsicherheit in der Kleingruppe wird durch die Wahrnehmung von Stärken und Schwächen erreicht. Mithilfe der Psychomotorik findet eine Förderung von Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen statt.

Elternarbeit und Zusammenarbeit mit der Schule und anderen Therapeuten

Nach dem Anamnesegespräch findet einmal im Schulhalbjahr ein Elterngespräch statt. Zudem ist ein regelmäßiger Austausch zwischen Eltern, der Schule und anderen Therapeuten erwünscht.

Förderdiagnostik und Förderplanung

Im Zusammenhang mit dem Elterngespräch werden die Ziele der Förderung neu erstellt und bei Bedarf erneute Testverfahren durchgeführt.

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